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Newsletter vom 10.08.2012


Liebe Mitglieder und Freunde der BBA,

die meisten von uns denken beim Thema „Demographie” primär noch an die Möglichkeit, dass die Wohnungsnachfrage sinkt oder sich nach Maßgabe der Alterung verändern wird. Das ist jedoch zu kurz gegriffen! Alterung bedeutet auch, dass die Zahl der Erwerbsfähigen früher und schneller sinken wird als die Zahl der Einwohner. Die daraus resultierenden Konsequenzen dürfen insbesondere wir als Wohnungswirtschaft nicht unterschätzen, da in unserer Branche das Einsparpotenzial durch vermehrten Kapitaleinsatz - im Gegensatz zur Industrie - sehr begrenzt ist. Schließlich entscheidet bei uns primär der Mensch über den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. In diesem Zusammenhang ist die Qualifikation der Mitarbeiter der sogenannte Schlüsselfaktor.

Qualifikation wird immer noch häufig missverstanden: Eine Ausbildung wird erfolgreich durchlaufen und damit ist der Einzelne für den Rest seines Lebens qualifiziert. Welch’ ein Irrtum! Qualifikation ist längst nicht mehr ein Ergebnis bzw. das Ende eines Prozesses. Qualifikation muss heute vielmehr als ein immer währender Prozess verstanden werden. Stetiges und modulares Qualifizieren in Teilbereichen wird deshalb noch stärker an Bedeutung gewinnen, entsprechende (Weiter-)Bildungsangebote werden deshalb von den High Potentials bereits heute vehement eingefordert. Leistungsträger wollen nicht nur gefordert, sondern auch gefördert werden. Sie verlangen nach einer persönlichen und beruflichen Entwicklungsperspektive. Auch wenn sich die Wohnungsunternehmen in den letzten Jahren stark professionalisiert haben, ist Qualifizierung nicht per se und für alle Bedarfe eine Frage universitärer Ausbildung. Für nicht wenige Teilbereiche unseres Wirtschaftszweiges ist eine technische oder kaufmännische Ausbildung hilfreich. Neben dem Akademiker wird es also auch weiterhin den Facharbeiter geben, der Meister seines Fachgebietes ist. Beide Ausbildungsgänge werden sich - so wie in der Vergangenheit - auch in Zukunft zum Wohle des jeweiligen Unternehmens erfolgreich ergänzen. Hinzu kommt, dass Absolventen beider Bereiche sich modular weiter qualifizieren müssen.

 

 

 

Kennzeichnend für eine strategisch ausgerichtete Personalentwicklung ist das Erkennen der Potenziale, über die jeder Mitarbeiter verfügt, das Fördern ihrer Motivation und das zielgerichtete Ausbauen ihrer vorhandenen Qualifikation – und zwar abteilungsübergreifend. In der Vielfalt der Mitarbeiter liegen Wertschöpfungspotentiale, die es im Sinne der Unternehmensstrategie zu heben gilt. Diese Vielfalt kann sich sowohl auf die Herkunft, das Alter als auch das Geschlecht beziehen. In erster Linie ergibt sie sich jedoch aus den persönlichen Kompetenzen, eigenen Sichtweisen und Erfahrungen. Eine Fachwirtausbildung ebenso wie eine akademische Ausbildung wird immer seltener das Ende der Ausbildungsbiografie sein. Ein strategisches Personalentwicklungskonzept sieht deshalb langfristig angelegte Maßnahmen vor, mit denen die Qualifikation jedes einzelnen Mitarbeiters systematisch verbessert wird, um ihn auf die künftigen Anforderungen bestmöglich vorzubereiten.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass eine jede Generation das „Lebenslange Lernen“ immer wieder neu erlernen muss. Das ist kein Hexenwerk, sollte aber von jedem einzelnen als persönliche Aufgabe angenommen werden, um sich selbst und das Unternehmen gleichermaßen im gesellschaftlichen Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Hierbei muss mit den einschlägigen Vorurteilen, die sich in der Volksweisheit bündelt „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ in Teilen aufgeräumt werden. Der Lernprozess verändert sich sicherlich im Laufe des Lebens, aber die Bereitschaft zu lernen, ist durch nichts zu ersetzen. Entscheidend ist, dass die Unternehmen wie die Gesellschaft zu akzeptieren lernen, dass gleichermaßen junge wie ältere Mitarbeiter benötigt werden.

Nutzen wir also die verbleibende Zeit, um uns auf die Anforderungen der Zukunft richtig vorzubereiten.

Es grüßt herzlich

Ihr

 

Dr. Hans-Michael Brey

 

 

 


  
 

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