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Newsletter vom 14.06.2012


Liebe Mitglieder und Freunde der BBA,

am 01. Juni diesen Jahres folgerte die FAZ, dass die gute Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Rekordniveau hat sinken lassen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 254.000 Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos. Dies ist, so die Bundesagentur, der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Zurückzuführen ist diese Entwicklung zum einen auf die positiv verlaufende Konjunktur, zum anderen auf die immer wieder thematisierte demographische Entwicklung. Diese führt in der Konsequenz dazu, dass immer mehr Lehrstellen – insbesondere in den neuen Bundesländern – nicht mehr besetzt werden können. In den südlichen Bundesländern, so in Bayern, herrscht inzwischen nicht nur bei Berufsanfängern Vollbeschäftigung. Ähnlich verhält es sich in Baden-Württemberg, in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz. In der Konsequenz dieser sehr positiven Entwicklung wird sich trotz der herrschenden Schuldenkrise in der Europäischen Union der demographisch bedingte Wettbewerb um Schulabgänger, spätere Facharbeiter und Universitätsabsolventen, nicht nur weiter verschärfen, sondern unser System der Beruflichen Bildung, welches sich als duales System national wie international einer hohen Wertschätzung erfreut, weiterentwickelt werden müssen. Gemäß dem jüngst veröffentlichten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird bis 2030 die Altersgruppe junger Menschen zwischen 17 und 25 Jahren um rund ein Fünftel schrumpfen. Parallel hierzu hält der Trend zu höheren Schulbildungsabschlüssen an und die aktuellen Studiengangreformen im Zuge des Bologna-Prozesses erhöhen die Attraktivität der akademischen Ausbildung.

 

 

 

 

Parallel hierzu wird sich die Branche aufgrund der Bologna-Aktivitäten damit auseinandersetzen müssen, dass es einen Wettbewerb um Absolventen geben wird, der wie folgt lautet: Die Ausbildung zum Facharbeiter konkurriert mit der Hochschulausbildung. Hiervon wird unsere Branche besonders betroffen sein, da eine akademische Ausbildung in der Branche momentan nicht zwingend notwendig ist; es sind die Spezialisten, die die Bestände mit Hilfe von intelligenten IT-Strukturen managen. Momentan liegt dieser Anteil bei 59 Prozent. Die Kohorte setzt sich aus hoch ausgebildeten Spezialisten zusammen u. a. Wohnungs- und Immobilienverwalter, Bürokaufleute oder auch IT-Administratoren. Bei den Beschäftigten mit Leitungs- oder Spezialistenfunktionen, z. B. Prokuristen oder Abteilungsleiter, liegt die Akademikerquote bei etwa 41 Prozent. Hiervon verfügen aber noch einmal 29 Prozent über eine wohnungswirtschaftliche Zusatzausbildung. Somit wird die im Berufsbildungsbericht geforderte und politisch beförderte Akademisierung dazu führen, dass die Branche die sich aus der Höherqualifizierung ergebenden Chancen nutzen sollte. Die darin liegenden Möglichkeiten lassen sich wie folgt umschreiben: Stellenprofile in den Unternehmen können kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt und Veränderungen, die sich aufgrund technologischer und nachfragezentrierter Veränderungen ergeben, gewichtet werden. Dies nützt Mitarbeitern und Unternehmern gleichermaßen, da es die Innovationskraft fördert. Hieraus aber zu schließen, dass die Branche nur noch Akademiker benötigt, wäre grundlegend falsch. Facharbeiter wie Akademiker werden auch zukünftig gleichermaßen benötigt. Nachzudenken ist über die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung beider Personengruppen.

Und nun meine abschließende Frage an Sie: Würden Sie diese Auffassung teilen? Freue mich auf Ihre möglichen Antworten!

Beste Grüße
Ihr

 

Dr. Hans-Michael Brey

 

 

 


  
 

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