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Newsletter vom 13.03.2017



Liebe Mitglieder und Freunde der BBA,

es ist eine gute Tradition, dass der GdW im November eines jeden Jahres seine wohnungswirtschaftlichen Daten und Trends veröffentlicht – so auch Ende 2016 geschehen. Sie liegen erneut in gewohnter Qualität vor. Nehmen Sie die Publikation zur Hand, fällt auf, dass es für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft auch in diesem Jahr hinreichend Aufgaben gibt, die im Sinne der Unternehmen sowie der Gesellschaft bewältigt werden müssen. Hierbei ist die Studie ein zuverlässiger Seismograph für die sich abzeichnenden Entwicklungslinien.

Common sense ist, dass die Bundesrepublik Deutschland ein wirtschaftlich erfolgreiches und ein attraktives Land ist. Mit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat es zahlreiche Menschen aus dem europäischen Ausland in die Bundesrepublik gezogen. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass der Trend noch lange anhalten wird. Hierbei ist davon auszugehen, dass es zwei Herausforderungen gleichermaßen sind, die die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in 2017 fordern werden. Diese sind zum einen die Bewältigung des Neubaubedarfs in den Ballungszentren. Zum anderen ist es die Bewältigung der Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland. Auf beide Aspekte möchte ich im Folgenden eingehen.

Zu 1.: Die hohe Notwendigkeit von Bautätigkeiten ergibt sich zum Teil durch das Neubaudefizit seit 2002. Auch wenn in den letzten Jahren vermehrt gebaut wurde, holen die derzeitigen Aktivitäten den in über zehn Jahren entwickelten Rückstand nicht auf. Ein „Notstand“ lässt sich vor allem für Wohnungen mittlerer und niedriger Preislagen in Ballungszentren feststellen. Nach Schätzungen des GdW werden in den kommenden Jahren jährlich mindestens 400.000 neue Wohnungen, davon 80.000 Sozialwohnungen und mindestens weitere 60.000 Wohnungen im preisgünstigen Segment, benötigt. Dies ist eine Aufgabe, die am langen Ende die Unternehmen werden schultern müssen. Die kontinuierlich steigenden Studierendenzahlen verstärken die Nachfrage an Wohnraum ebenso wie die Migration in die Bundesrepublik Deutschland.

Zu 2.: Laut der Asylgeschäftsstatistik „Aktuelle Zahlen zu Asyl“, welche vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge monatlich herausgegeben

 

wird, sind im Jahr 2016 in der Bundesrepublik Deutschland 745.545 Asylanträge gestellt worden. Im Januar des Jahres 2017 belief sich die Zahl der Asylgesuche auf 17.964 Anträge. Damit hat sich die Zahl der Asylanträge zwischen 2015 und 2016 in etwa verdoppelt. Im Januar des Jahres 2017 wurden noch 16.057 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 50.532 Erstanträge. Ein Rückgang um 68,1% im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Die Zahlen zeigen, dass der Druck auf die Wohnungsmärkte nur sehr langsam abnehmen wird. Hier ist zu konstatieren, dass die Unternehmen in den Großstädte die meisten Lasten nicht nur bei der Bautätigkeit, sondern auch bei der Integration werden schulten müssen. Denn für immer mehr Menschen aus dem In- und Ausland sind es die Großstädte, die eine entsprechende Attraktivität ausstrahlen. Und vor allem junge Menschen zieht es hierbei in die Metropolen.

Diese Aspekte lassen erahnen, welche Herausforderungen auf die Branche sowie die Aus- und Weiterbildung in den kommenden Jahren zukommen. Aber es gibt einen weiteren Aspekt, auf den sich die Unternehmen der Branche und die Akademien gleichermaßen vorbereiten sollten. Es ist die Neuvermessung der Welt - ihre Digitalisierung. Wird statistisches Material herangezogen, dann fällt auf: Es besteht Nachholbedarf bei der digitalen Transformation. Nur für sechs Prozent der Unternehmen ist das ein Topthema, 40 Prozent der Führungskräfte scheuen sich vor radikalen Veränderungen, bei weniger als 50 Prozent steuert die Unternehmensspitze digitale Veränderungsprozesse, und bei 65 Prozent ist das größte Hemmnis die Verteidigung bestehender Strukturen. Hinreichend Gründe, um sich intensiver um das Thema bei der BBA zu kümmern. Daher haben wir uns erlaubt, einen digitalen Schwerpunkt in dieser Ausgabe zu bilden. Für uns bei der BBA ist die Digitalisierung lediglich ein Instrument, um Prozesse schlanker zu organisieren und Synergien im Sinne von Wirtschaftlichkeit in den Unternehmen „zu heben“. Noch wichtiger als die Effizienz ist die Frage nach den philosophischen Prämissen der Digitalisierung und welche Auswirkungen auf den Menschen bestehen. In einer weiterführenden Überlegung ist zu fragen, welche Form der Führung in Zukunft noch zeitgemäß sein wird. Hierzu gibt es in diesem Newsletter erste Antwortversuche.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen zu unseren Produkten haben, stehen wir Ihnen gern mit persönlicher Beratung zur Seite und entwerfen neue Konzepte gemäß dem Weiterbildungsbedarf in Ihrem Unternehmen. Also: Lassen Sie uns gemeinsam auf die neuen Herausforderung reagieren und die sich ergebenden Chancen zum Wohl der Menschen nutzen.

Es grüßt sehr herzlich
Ihr

 

Dr. Hans-Michael Brey FRICS

 

 


  
 

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