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Newsletter vom 10.10.2014



Liebe Mitglieder und Freunde der BBA,

die Immobilienwirtschaft befindet sich im Bereich der Aus- und Weiterbildung in einem Spannungsverhältnis. Für junge Menschen, die eine Karriere in unserer Branche anstreben, stellt sich die Frage: Qualifiziere ich mich am besten durch den Besuch einer Hochschule oder durch eine betriebliche Ausbildung?

Laut dem Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) „Bildung auf einen Blick 2014“ gilt für die Bundesrepublik Deutschland, dass Absolventen von Hochschulen und Meisterkursen bis zu 74% mehr Geld als Erwerbstätige mit geringeren Bildungsabschlüssen verdienen. Damit belegt die Studie, dass mit einem Hochschulabschluss oder einem Meisterbrief zwei attraktive Karrieremöglichkeiten in der Bundesrepublik zur Verfügung stehen. Diese Erkenntnis erhält eine besondere Relevanz, da sich die duale Ausbildung auf dem Prüfstand befindet. Die Studiengangreform der Bundesregierung im Zuge des europäischen Bologna-Prozesses erhöht die Attraktivität einer akademischen Ausbildung. Aufgrund dieser Aktivität wird sich die Branche mit einem verschärften Wettbewerb um Absolventen auseinandersetzen müssen, da die betriebliche Ausbildung nun mit der Hochschulausbildung konkurriert. So vermeldete die IHK Berlin im August 2014 in „Bildungspolitik aktuell“, dass in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2013 erstmals die Zahl der Studienanfänger die der Ausbildungsanfänger überstieg.

Die Branche benötigt in der Zukunft sowohl Mitarbeiter mit Berufsausbildung als auch Akademiker, um die anstehenden Aufgaben zu erfüllen. Von dem Wettbewerb um Absolventen wird die Immobilienbranche besonders betroffen sein, da eine akademische Ausbildung derzeit nicht zwingend notwendig ist. Es sind die Spezialisten, die die Bestände mit Hilfe von intelligenten IT-Strukturen managen. Momentan liegt der Anteil bei etwa 59%. Diese Kohorte setzt sich aus hoch ausgebildeten Fachkräften zusammen: unter anderem Wohnungs- und Immobilienverwalter, Bürokaufleute oder auch IT-Administratoren.

 

Bei den Beschäftigten mit Leitungs- oder Spezialistenfunktionen, zum Beispiel Prokuristen oder Abteilungsleitern, liegt die Akademikerquote bei ca. 41%. Hiervon verfügen noch einmal 29% über eine wohnungswirtschaftliche Zusatzausbildung. Aufgrund der Akademisierung wird es in diesem Bereich sicherlich zu Verschiebungen kommen. Dabei darf jedoch immobilienwirtschaftliches „Handwerkszeug“ nicht den akademischen Überlegungen weichen.

Eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowohl der Facharbeiter als auch der Akademiker ist in jedem Falle notwendig, um alle Mitarbeiter optimal für die zukünftigen Aufgaben unserer Branche zu rüsten. Diese wird digitale, technische, betriebswirtschaftliche, juristische und soziale Themen ebenso umfassen wie die sogenannten „Soft-Skills“ oder auch Fremdsprachenkenntnisse. Beide Gruppen müssen die Fähigkeiten erwerben, um operative wie strategische Entscheidungen vorzubereiten und mit dem Ziel fällen zu können, die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Somit werden beide Gruppen auch in Zukunft in die Lage versetzt werden, unabhängig von einem durch die Bundesregierung oder auch der Europäischen Union gewünschten Bildungsgrad, erfolgreich ein Unternehmen der Branche zu führen. Für die sich hieraus ergebenden Aus- und Weiterbildungsbedarfe werden somit zwei Aspekte von Bedeutung sein: Die Vielfalt des Angebots im Bereich der betrieblichen wie der akademischen Ausbildung ist an die zukünftigen Bedürfnisse weiter anzupassen. Ferner werden die Lernformate weiterentwickelt werden müssen, da mit technologischen Veränderungen unter anderem neue Formen der Aus- und Weiterbildung möglich sein werden. Im Ergebnis wird zum Beispiel der E-Learning-Bereich über die kommenden Jahre im Schulungsbereich sukzessive auszubauen sein. Hierauf ist die Branche in den kommenden Jahren kontinuierlich vorzubereiten, um zum einen ihre Wettbewerbs- und zum anderen ihre Rekrutierungsfähigkeit zu erhalten. Für die Menschen in den Unternehmen und die jungen Leute, die sich für unsere Branche interessieren, heißt das, dass die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft die vielfältigsten Perspektiven bietet. Nutzen wir gemeinsam diese Chance, um dem demographischen Faktor ein „Schnippchen“ zu schlagen.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich einen angenehmen Herbst.

Es grüßt herzlich
Ihr

 

Dr. Hans-Michael Brey

 

 


  
 

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