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Newsletter vom 13.02.2014



Liebe Mitglieder und Freunde der BBA,

im November 2013 veröffentlichte der GdW die zwölfte Ausgabe seiner jährlichen Publikation "Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2013/2014". Parallel hat der Deutsche Verband (DV) das Gutachten "Wirtschaftsfaktor Immobilien 2013 – Gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft“ vorgelegt. Dieses Gutachten wurde im Auftrag des DV und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) in Kooperation mit der Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI), dem Zentralen Immobilienausschuss e. V. (ZIA), und weiteren Verbänden sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vorgelegt. Somit liegen nun zwei Berichte vor, die die Bedeutung der Branche in der anbrechenden Legislaturperiode dokumentieren1.

Erlauben Sie mir, Ihnen einige ausgesuchte Ergebnisse zum Jahresanfang an die Hand zu geben, die sich in erster Linie auf die Ergebnisse des GdW stützen. Wenn auch die Auswahl der präsentierten Fakten sicherlich subjektiv ist, so zeigen sie doch, welche Bedeutung gut ausgebildetes Personal für die Branche hat und welche Werte in unserer Branche kaufmännisch betreut werden. Ferner zeigen beide Gutachten, mit welchen gesellschaftlichen Trends sich die Unternehmen in den kommenden Jahren auseinandersetzen müssen. Um erfolgreich auf diese Herausforderungen reagieren zu können, ist es notwendig, entsprechend gut ausgebildetes Personal in den Unternehmen zu führen. Doch erst einmal zu den volkswirtschaftlichen Fakten – beginnen wir mit einem Blick auf die Unternehmen des GdW:

1. Bei den etwa 3.000 im GdW und den Regionalverbänden organisierten Unternehmen sinkt die Leerstandsquote, die Betriebskosten steigen unterdurchschnittlich, die Zahl der barrierearmen bzw. -freien Wohnungen steigt erheblich, die Energieverbräuche sinken und die Investitionen sind stabil. Diese Trends kumulieren in einer Zahl, die die Bedeutung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als Wirtschaftsfaktor in der Bundesrepublik Deutschland deutlich macht: 9,6 Milliarden Euro sind durch die GdW-Unternehmen in die Bewirtschaftung und den Neubau von Wohnungen investiert worden. Damit flossen 2012 im Schnitt 26 Millionen Euro täglich in deutsche Wohnungen und in den Wohnungsneubau.

2. Mit Blick auf die volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung, und hier sind die GdW-Unternehmen inkludiert, summierte sich im Jahr 2011 die Bruttowertschöpfung der Immobilienwirtschaft auf 434 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 18,7% an der gesamten Bruttowertschöpfung in der Bundesrepublik Deutschland. Ergo ist die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft von größerer Bedeutung als der Fahrzeug- oder auch der Maschinenbau.

 

3. Die Entwicklung der Bauinvestitionen konnte 2012 nicht an das Wachstumstempo der Vorjahre anschließen. Über alle Sparten (Hoch-, Tief- und Wohnungsbau) hinweg gaben die Bauinvestitionen 2012 preisbereinigt um etwa 1,5% nach. Im Jahr 2010 hatten die Bauinvestitionen real um 3,2% und im Folgejahr 2011 um 5,8% zugelegt.

4. In 2012 wurden erstmals seit 2007 wieder mehr als 200.000 Wohnungen gebaut: Rund 200.500 Wohnungen wurden errichtet. Dies waren 17.400 Wohnungen oder 9,5% mehr als im Vorjahr. Die höchsten Zuwachsraten erreichte der Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 16%. Insbesondere neu errichtete Eigentumswohnungen kamen verstärkt auf den Markt. Die Fertigstellungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern nahmen um 3% zu.

5. Mit Blick auf die demographische Entwicklung zogen im Jahre 2012 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 1.081.000 Personen nach Deutschland. Dies waren 13% Zuzüge mehr als im Jahr 2011. Bei der Bilanzierung ergibt sich für 2012 ein Wanderungsüberschuss von 369.000 Personen. Nach wie vor erhöhte sich die Zuwanderung aus EU-Ländern, die von der Finanz- und Schuldenkrise betroffen sind. Ebenfalls zugenommen haben die Zuzüge aus den Ländern, die 2004 bzw. 2007 der EU beigetreten sind. Die Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland konnten 2012 ähnlich wie im Vorjahr das Geburtendefizit mehr als ausgleichen. Nach acht Jahren Rückgang wird die Bevölkerungszahl damit das zweite Jahr in Folge steigen. Dieses Wachstum wird den demografischen Wandel in der Bundesrepublik Deutschland aber nicht aufhalten. Es verstärkt vielmehr die räumlichen Gegensätze. Schrumpfende Regionen werden einen immer höheren Anteil an der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen. Gleichzeitig verschärft die Bevölkerungszunahme in den prosperierenden Zentren die Wohnungsmarktsituation.

Meines Erachtens wird an Hand der oben angegebenen Entwicklungen deutlich, dass die Rahmenbedingungen für unsere Branche auch in den kommenden Jahren weiterhin interessant bleiben: Herausforderungen wie Chancen werden sich die Waage halten. Diese Erkenntnis sollten wir im Sinne unserer Unternehmen nutzen. Sollten Sie aufgrund der sich ändernden Herausforderungen die Notwendigkeit sehen, Themen der Aus- und Weiterbildung mit uns diskutieren zu wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Es grüßt herzlich
Ihr

 

Dr. Hans-Michael Brey

 

 

1Die Gutachten bzw. deren Kurzfassungen können jeweils eingesehen bzw. bestellt werden unter:
www.gdw.de und www.deutscher-verband.org.


  
 

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